Winter is Coming – Veranstaltungsreihe

❄️❄️❄️ Linke Praxis unter rechter Macht. Erfahrungsaustausch mit Aktivist*innen aus Polen, Ungarn, Österreich und Italien. ❄️❄️❄️

05.08.2024 19:00 – Leipzig, Pögehaus, Hedwigstraße 20

Am 1. September zeichnet sich die reale Gefahr ab, dass eine rechtsextreme Partei in ostdeutschen Bundesländern an die Hebel der Staatsmacht gelangt. Davon bedroht sind vor allem gesellschaftlich marginalisierte Menschen wie Geflüchtete, BiPoCs, queere Menschen, Menschen mit Behinderung und alle weiteren, die nicht in das menschenverachtende rechtsradikale Weltbild passen.
Auch für linke Praxis bedeuten Nazis an der Regierung oder gar in Kontrolle der Sicherheitsbehörden eine enorme Gefahr. Auf dieses Szenario wollen wir uns darum frühzeitig vorbereiten.

Wir sind nicht allein
Überall in Europa sind Linke mit dieser Gefahr konfrontiert und in einigen Ländern mussten unsere Genoss*innen bereits schmerzhafte Erfahrungen mit genau dieser Bedrohung sammeln. Aus ihren wertvollen Erfahrungen wollen wir lernen und laden daher Aktivist*innen aus Polen, Ungarn, Österreich und Italien ein. Sie sind wie wir aus Zusammenhängen, die antifaschistische Kämpfe führen, die für soziale Rechte, Feminismus, Antirassismus und Klimagerechtigkeit kämpfen und die Rechte von people on the move, Queers und vielen weiteren verteidigen.

Internationaler Erfahrungsaustausch
Gemeinsam möchten wir Erkenntnisse zusammentragen und Gegenstrategien diskutieren. Continue reading


Redebeitrag auf der Demo „Hand in Hand“ am 8.06.2024

Wir freuen uns über die große Beteiligung an den Demonstrationen gegen die AfD in den vergangenen Monaten. Insbesondere der Mut und die Standhaftigkeit von Menschen im ländlichen Raum Sachsens haben uns tief beeindruckt. Da ist es nämlich was anderes, sich gegen Nazis öffentlich zur Wehr zu setzen, als hier gemeinsam mit tausenden Menschen dicht an dicht zu stehen, sich der eigenen Haltung sorglos vergewissern zu können.

Es ist Wahlkampf in Sachsen. Und wir stehen hier, um einen Finger in die Wunde zu legen. Denn was wir definitiv nicht sehen, ist, dass Skandale wie die Recherchen des correctiv-Kollektivs über die Deportationspläne der AfD oder Sylt, zu einem nachhaltigen Wandel in der Politik führten. Wir sagen es dennoch und unermüdlich immer wieder: Wenn wir über den Rechtsruck sprechen, dürfen wir nicht bei der AfD stehen bleiben!

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Schützen wir die Versammlungsfreiheit! Ziviler Ungehorsam ist kein Verbrechen!

Unser Redebeitrag zum Jahrestag des Leipziger Kessels:

Die Versammlungsfreiheit wird angegriffen! Immer wieder und überall im Land. Das neue Versammlungsgesetz, die immer rigideren Einsatzpraktiken der Polizei und die sich verschärfende Rechtsprechung führen uns vor Augen, dass das Recht auf freie Versammlung, das linke Bewegungen jahrhundertelang erkämpft haben keine Selbstverständlichkeit ist. Es muss verteidigt und immer wieder aufs Neue erkämpft werden.

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Wochenendseminar: Bonapartismustheorien

Karl Marx: Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte // Wochenendseminar mit Moritz Zeiler am 25.–26.05.2024 in Leipzig

„Hegel bemerkt irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich so zu sagen zweimal ereignen. Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als große Tragödie, das andre Mal als lumpige Farce.“ (Karl Marx)

Immer wieder besteht in Krisenzeiten die Hoffnung, dass sich damit auch gute Chancen für linke Organisierung und emanzipatorische Veränderung der Gesellschaft eröffnen. Versuche, die Krisenerscheinungen abzuwehren oder gar durch gesellschaftliche Gegenmacht umzukehren, gelingen jedoch oft nicht. Außerdem hat die Linke kein Monopol auf Kapitalismuskritik . Auch rechte Bewegungen und Parteien nutzten und nutzen die Unzufriedenheit mit den herrschenden Verhältnissen und warben und werben für die Alternative einer anderen, autoritäreren gesellschaftlichen Ordnung. Häufig waren und sind sie dabei erfolgreicher wie die Linke – wie der historische Faschismus und Nationalsozialismus, aber auch gegenwärtige autoritäre und faschistische Mobilisierungen und Wahlerfolge in zahlreichen Ländern zeigen.  Continue reading


Podiumsgespräch „𝐊𝐥𝐢𝐦𝐚𝐠𝐞𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭𝐞𝐬 𝐖𝐨𝐡𝐧𝐞𝐧 𝐭𝐫𝐨𝐭𝐳 𝐖𝐨𝐡𝐧𝐮𝐧𝐠𝐬𝐤𝐫𝐢𝐬𝐞“


Podiumsgespräch „𝐊𝐥𝐢𝐦𝐚𝐠𝐞𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭𝐞𝐬 𝐖𝐨𝐡𝐧𝐞𝐧 𝐭𝐫𝐨𝐭𝐳 𝐖𝐨𝐡𝐧𝐮𝐧𝐠𝐬𝐤𝐫𝐢𝐬𝐞“

am 𝟎𝟒. 𝐌𝐚𝐢 𝟐𝟎𝟐𝟒, 𝟏𝟖.𝟑𝟎 𝐔𝐡𝐫, 𝐏ö𝐠𝐞 𝐇𝐚𝐮𝐬

Abschlussveranstaltung der Veranstaltungsreihe „𝐖𝐨𝐡𝐧𝐮𝐧𝐠𝐬𝐤𝐫𝐢𝐬𝐞: 𝐖𝐚𝐬 𝐭𝐮𝐧?“

Wohnen und Bauen ist als Thema in der Klimadebatte bisher kaum diskutiert worden. Dabei ist der Immobiliensektor für geschätzte 30% der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Die Frage nach der richtigen Heizung geriet dabei zwar im vergangenen Jahr bundesweit in die Schlagzeilen, der Bereich Wohnen und Bauen blieb davon aber weitestgehend unberührt. Wie erreichen wir eine soziale Wärmewende, damit ein sozial-ökologisches Wohnen für alle möglich wird? Wir diskutieren mit:

* Elisabeth Staudt (Deutsche Umwelthilfe)
* der Leipziger „Venetzung Süd“
* der überregionalen Kampagne „Soziale Wärmewende Jetzt“

Eine Veranstaltung von Prisma Leipzig – Interventionistische Linke in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung: Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V.


Gegen die AfD, gegen den Rassismus der Mitte! Für Solidarität und Menschenrechte!

Unser Redebeitrag vom 21. Januar 2024

Wir freuen uns über die große Beteiligung an den Demonstrationen gegen die AfD in der vergangenen Woche. Die Recherchen des correctiv-Kollektivs haben viele Menschen aufgerüttelt. Aber es reicht nicht, sich über große Demonstrationen zu freuen. Diese sind nicht die alleinige Lösung im Kampf gegen den wachsenden Rechtsextremismus in diesem Land. Wir müssen ihn stoppen – mit allen Mitteln!

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Wohnungskrise: Was tun?

Zentrale Akteure auf dem Leipziger Wohnungsmarkt genauer betrachtet.

Veranstaltungsreihe zur Wohnungskrise und der Frage, welche politischen Antworten wir als Linke darauf finden können

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Statement zum Angriff auf die Bäckerei

Im der vergangenen Monat wurde die Bäckerei bzw. das Casa mit Steinen angegriffen. Dabei wurden Fenster großflächig beschädigt und durch den darauffolgenden Polizeieinsatz auch das Bauamt eingeschaltet, was sehr hohe Kosten für die Betroffenen zur Folge hat. Wir möchten hiermit zu diesem Angriff klare Stellung beziehen.
Wir verurteilen den rassistischen Angriff auf die Bäckerei als linkes BIPOC-Hausprojekt!
Als Begründung für den Angriff wurde in einem (mittlerweile gelöschten) Statement auf Indymedia angeführt, dass die Bäckerei Veranstaltungsort für mehrere „Rote Gruppen“ aus dem orthodox-marxistischen Spektrum ist. Auch wir haben Dissens mit den Positionen dieser Gruppen, sowohl zum sogenannten Nahost-Konflikt als auch zu Vorstellungen einer emanzipatorischen Gesellschaft und anderen Politikfeldern. Widerspruch gegen antisemitische Äußerungen ist wichtig und notwendig. Gruppen, die den Überfall der Hamas feiern, sind zu kritisieren, ihnen ist zu widersprechen und sie können keine Verbündeten im Kampf für eine solidarische Gesellschaft sein. Projekte, die diesen Gruppen Räume zu Verfügung stellen, müssen sich mit dieser Kritik auseinandersetzen. 
Trotzdem ist für uns eine Sache klar: Solch ein Angriff ist aus vielen Gründen – insbesondere in Zeiten von extremer rassistischer Stimmungsmache und Hetze bis weit ins „bürgerliche“ Milieu hinein – die völlig falsche Antwort auf einen inhaltlichen Dissens innerhalb des linken Spektrums. In den letzten 4 Jahren sind so viele Menschen in Deutschland durch rassistische Gewalt getötet oder verletzt worden wie schon lange nicht mehr.
Wie kann man als „Antifa“ in Leipzig zu dem Entschluss kommen, dass es eine gute Idee ist, das einzige BIPoC-Hausprojekt in Leipzig nachts anzugreifen und damit eine weitere Bedrohung für Rassismusbetroffene darstellen? Ehrlich gesagt sind wir sprachlos bei so viel Ignoranz für gesellschaftliche Verhältnisse. 
Die Bäckerei ist ein Ort linker Infrastruktur. Wer linke Infrastruktur angreift und beschädigt, schadet uns allen, weil wir alle diese Orte nutzen und brauchen, weil wir alle mindestens mittelbar die entstandenen Kosten mittragen. In Zeiten, in denen nicht nur in ländlichen Regionen linke und alternative Infrastruktur immer mehr ins Straucheln gerät, weil Förderungen gestrichen werden, Kosten steigen und die Bedrohungslage durch Nazis (insb. auf dem Land) immer größer wird, sollte man als Antifa genug Weitblick haben, um zu verstehen, dass mit solchen Angriffen nichts erreicht wird außer Spaltung und Angst an den falschen Stellen.

Gemeinsam gegen Staat und Repression

Unsere Rückschau auf das Geschehen rund um TagX anlässlich des Urteils im AntifaOst-Prozess erschien zuerst auf dem Debattenblog.

Was ist passiert?

Wir haben über mehrere Tage erlebt, dass die Behörden versucht haben, jede politische Meinungsäußerung auf der Straße rabiat zu verhindern. Angefangen mit der Demo in Leipzig am Tag der Urteilsverkündung, die am Platz der Auftaktkundgebung gekesselt und zerschlagen wurde. Weiter mit der Repression gegen die Demo »Tag der Jugend« am Weltkindertag, den 1. Juni 2023. Ebenso wurden beim Massencornern am Freitag, den 2. Juni 2023, Genoss*innen verhaftet. Samstag, am 3. Juni 2023, dann der 11-Stunden-Kessel, die langandauernde Schikane und eine vorbereitete Eskalation: Minderjährige Kinder wurden aus dem Kessel nicht zu ihren Eltern gelassen; Menschen, die medizinische Versorgung benötigten, mussten von Demosanitäter*innen im Kessel behandelt werden; der Zugang zu sanitären Anlagen wurde in Einzelfällen gewährt, jedoch war unklar, ob Menschen dafür direkt in die Gesa müssen. Hunderte Handys wurden eingesackt und Menschen, bei denen Wechselklamotten vermutet wurden, wurden aufgrund dessen in die Gesa gebracht, anstatt aus dem Kessel entlassen zu werden. Tags drauf ein weiterer Kessel und die Personalienfeststellung für den Gesa-Support und das Demoverbot für die angemeldete Versammlung gegen die Polizeigewalt der nächsten Tage.

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Redebeitrag am Tag der Urteilsverkündung im Antifa-Ost-Prozess

 

Liebe Genoss* innen, liebe Gefährt* innen,

er ist da. Nach so vielen Verzögerungen, nach so vielen endlos zähen Verhandlungstagen, nach so vielen mit hanebüchener Erklärung abgeschmetterten Beweisanträgen ist er da – der Tag der Urteilsverkündung. Was für ein beschissener Tag! Und trotzdem wage ich zu sagen: Endlich.

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